KineKiez: Kinemathek im Kiez
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Einführung: Diana Kluge, Deutsche Kinemathek
Unterwegs im Kiez: Gemeinsam mit vier Berliner Stadtteilkinos lädt die Deutsche Kinemathek mit der neuen Reihe »KineKiez« zu Begegnungen mit der Filmgeschichte ein. Im monatlichen Wechsel wählen das Wolf Kino (Neukölln), Kino Krokodil (Prenzlauer Berg), Sinema Transtopia (Wedding) und Bundesplatz-Kino (Wilmersdorf) Filme aus dem Archiv der Kinemathek aus: Klassiker und Überraschungen, digitale Restaurierungen und analoge Raritäten werden so in Berliner Programmkinos einem breiten Publikum präsentiert.
Im Monat April zeigt das Bundesplatz-Kino in der Reihe »KineKiez« Gerhard Lamprechts ›Die Verrufenen‹ aus dem Jahr 1925. Der Film zählt zu den bekanntesten Milieustudien des Regisseurs und Gründungsvaters der Kinemathek. Er wird hier in seiner restaurierten Fassung gezeigt.
Der Kleinganove Gustav und der Ingenieur Robert werden aus dem Gefängnis entlassen. Während Gustav nahtlos an sein altes Leben anknüpfen kann, steht Robert vor den Trümmern seiner bürgerlichen Existenz und findet keine Anstellung. Nur Gustav und dessen Schwester Emma zeigen Mitgefühl und nehmen ihn auf. Mit einer Nähmaschine verdient Robert etwas Geld. Alles scheint gut. Als die Geschwister jedoch in einen Raubmord verwickelt werden, müssen diese fliehen. Robert hilft den beiden und bleibt zurück. Er selbst findet Arbeit in einer Fabrik und schafft schließlich den sozialen Aufstieg.
Gerhard Lamprecht schuf diesen Film nach den Beobachtungen des Berliner Zeichners Heinrich Zille, gedreht an Originalschauplätzen und mit Laiendarsteller*innen besetzt. Für den Regisseur ist ›Die Verrufenen‹ der Auftakt zu weiteren Milieustudien, in denen seine Beobachtungsgabe und sein Inszenierungstalent deutlich werden. In Lamprechts »Zille-Filmen« werden Themen wie soziale Ausgrenzung und Armut im urbanen Raum behandelt, die bis heute aktuell sind.
Ort: Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin
Die Deutsche Kinemathek wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.