D 1925, Regie: Gerhard Lamprecht, DCP, OmeU, 115 min
Mit: Aud Egede-Nissen, Bernhard Goetzke, Arthur Bergen, Paul Bildt u.a.
DER FÜNFTE STAND – INSZENIERUNG DES HEINRICH-ZILLE-MILIEUS
Einführung: Dr. Guido Kirsten (Leiter der Emmy Noether-Nachwuchsgruppe »Filmische Diskurse des Mangels« (DFG), Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf)
Der Kleinganove Gustav und der Ingenieur Robert Kramer werden gleichzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Während Gustav in sein altes Leben zurückkehrt, steht Robert vor dem Nichts. Aufgrund seiner Vergangenheit findet er keine Anstellung. Nur Gustav und seine Schwester Emma nehmen ihn auf. Als die beiden Geschwister in einen Raubmord verwickelt werden, können sie mithilfe von Robert fliehen.
Der von Gerhard Lamprecht teilweise mit Laien und an Originalschauplätzen gedrehte Milieufilm beleuchtet die Lebensumstände des ›fünften Standes‹, inspiriert von den Beobachtungen des Berliner Künstlers Heinrich Zille. ›Die Verrufenen‹ war für Lamprecht Auftakt zu weiteren genau beobachteten Milieustudien. Die Themen der sogenannten ›Zille-Filme‹, wie soziale Ausgrenzung, Armut und Prekarität im urbanen Raum, sind bis heute relevant.
→ Eintritt: 8 €